safetE-car

Szenariengestützte Entwicklung des Dienstleistungssystems Sichere Versorgung bei Unfällen und Pannen mit Elektrofahrzeugen

Ziel des Verbundprojekts ist die Sensibilisierung und Aufklärung der zentralen Akteure beim Umgang mit Elektrofahrzeugen bei nicht geplanten Betriebszuständen. Dabei werden verschiedenen Formen von Unterstützungssystemen, die neben Qualifizierungs- und Trainingskonzepten auch technische Systeme umfassen, entwickelt und (pilothaft) implementiert.

Die Bundesregierung formulierte im November 2008 das Ziel, den Marktanteil von Elektrofahrzeugen in Deutschland bis 2020 auf eine Million und bis 2030 auf fünf Millionen zu erhöhen. Mit einer steigenden Zahl an Zulassungen von Elektrofahrzeugen nimmt erwartungsgemäß auch die Wahrscheinlichkeit von Straßenverkehrsunfällen und Fahrzeugpannen mit Beteiligung von Elektrofahrzeugen zu. Basierend auf den über Jahrzehnte hinweg gesammelten Erfahrungen mit konventionell betriebenen Fahrzeugen können sich heutzutage Beteiligte bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugdefekten auf eine schnelle und effektive Hilfe durch Rettungs- und Pannendienstleister verlassen. Zukünftig werden jedoch in Deutschland vermehrt Fahrzeuge mit neuen Antriebstechnologien, wie Hybrid- oder Elektroantrieb, am Straßenverkehr teilnehmen. Im Schadensfall ergeben sich durch diese Antriebsformen neue bzw. veränderte Anforderungen an die Rettungsdienste und den Pannenservice. Diese betreffen beispielsweise die Sicherung einer Unfallstelle, die Rettung von Verletzten bei beschädigten Hochvoltkabeln sowie den effektiven und zugleich effizienten Umgang mit defekten oder leeren Batterien. Ziel des Forschungsvorhabens SafetE-car ist die umfassende und zugleich nachhaltige Sensibilisierung und Aufklärung der zentralen Akteure beim Umgang mit Elektrofahrzeugen bei nicht-geplanten Betriebszuständen. Dafür werden zunächst die durch die Elektromobilität resultierenden Veränderungen bei der Versorgung von Unfällen und Pannen untersucht. Es ist geplant, ausgewählte, bestehende Arbeitsprozesse des Pannen- und Rettungsdienstes in Workshops und Experteninterviews aufzunehmen, zu modellieren und zu analysieren. Des Weiteren wird durch den Einsatz von Simulationstechnik das Verhalten des Rettungspersonals in Unfallszenarien beobachtet. Ferner werden Befragungen konzipiert, durch die umfassende Rückschlüsse auf Einflussfaktoren und Entwicklungsperspektiven der Dienstleistungen für die Elektromobilität sowohl aus Sicht der Pannen- und Rettungsdienstleister als auch der Bevölkerung identifiziert werden sollen. Die Entwicklung von Unterstützungssystemen ist ebenfalls Bestandteil des Projekts. Mit diesen Qualifizierungs- und Trainingskonzepten sowie technischen Systemen wird eine effiziente Anpassung und Standardisierung bestehender Dienstleistungssysteme ermöglicht, um zukünftig eine sichere und wirtschaftliche Versorgung bei Unfällen und Pannen mit Elektrofahrzeugen zu gewährleisten.

Geographische Ausrichtung: national

Steckbrief

http://www.iaw.rwth-aachen.de/index.php?article_id=20&clang=0&projid=90&proalias=SafetE-car

keine Angabe

Themenfelder:
Aus- und Weiterbildung Batterien Elektronutzfahrzeuge Ladeinfrastruktur Mobilitätskonzepte Nutzerakzeptanz Reichweite Sicherheit

Förder- bzw. Auftraggeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger:
Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Förderschwerpunkt:
Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität

2013
01.12.2013
28.02.2017
2023
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Projektpartner

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