EmoTal

Teilprojekt: Bergische Universität Wuppertal - Fachbereich E - Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik

Entwicklung passgenauer nutzerspezifischer Dienstleistungsinnovationen für den praktischen Alltag der E-Mobilisten in drei Anwendungsfeldern: E-Fitnessbike Sport- & Freizeitanwendungen, E-Schulungen & Zertifizierung und dynamische E-Versicherungsmodelle

Besitzer von Elektrofahrzeugen sehen sich noch mit deutlichen praktischen Nachteilen in der alltäglichen Nutzung konfrontiert. Neben Defiziten bei der Ladeinfrastruktur und Reichweite besteht eine Kaufunsicherheit durch schwer kalkulierbare Betriebskosten. Diese sind wegen der bisher geringen Anzahl der Fahrzeuge im Markt und der daraus resultierenden geringen Datenbasis über Unfälle, Schäden und Wartungsintervalle schwer abzuschätzen. Des Weiteren gehen besonders in bergigen Regionen große Potenziale für die Entlastung von Verkehr und Umwelt durch einen Umstieg auf Pedelecs verloren, weil ihre Nutzung zumeist noch mit einem Seniorenimage assoziiert und von jüngeren Generationen abgelehnt wird. Wie können diese Erfahrungen genutzt werden, um die Attraktivität der E-Mobilität zu erhöhen? Das Bergische Land mit seiner natürlich gewachsenen, nicht in Modellversuchen künstlich geschaffenen Vielzahl in Privatbesitz befindlicher Elektrofahrzeuge, bietet eine ideale Versuchsumgebung, konkrete Antworten auf diese Fragen zu liefern. Das Nutzungsverhalten und die Ansprüche tatsächlicher Käufer und der aktuellen Nutzer von Elektrofahrzeugen werden mit modernen Methoden des User Centered bzw. Universal Design untersucht. Die aus der Analyse und dem eigens dafür entwickelten Nutzungsmodell gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Entwicklung passgenauer nutzerspezifischer Dienstleistungsinnovationen für den praktischen Alltag der E-Mobilisten in drei Anwendungsfeldern. Spezielle E-Schulungen und Zertifizierungen werden für lokale Werkstätten und Sicherheitsorganisationen entwickelt, um Reparaturkosten und Handhabungsgefahren zu senken. Die Analyse des Fahrverhaltens, der resultierenden Abnutzung und des Wartungsbedarfs der E-Fahrzeuge erlaubt das Angebot von dynamischen E-Versicherungsmodellen, die weitere Ansätze für die sichere Nutzung von Elektromobilität schaffen. Durch die Entwicklung einer Sport- und Freizeitanwendung in Form eines Demonstrators für die Verwendung von Pedelecs als E-Fitnessbikes soll die Elektromobilität neuen Zielgruppen zugänglich gemacht und die generelle Aufmerksamkeit lokaler E-Mobilitätsstandorte gesteigert werden.

Adressierte Elektromobilitätsdienstleistungen: Abrechnungsmanagement (z.B. Clearing, Roaming oder Bezahlverfahren), Aus- und Weiterbildung (z.B Sicherheitskräfte, Werkstätten oder Fahrschule), Beratungsdienstleistung, Fahrzeuginformationsdienstleistung (z.B. Smartphone-App zum Kontrollieren von Fahrzeugdaten), Forschungsbericht, IKT-Referenzplattform (z.B. Standardisierungs- und Harmonisierungsbestreben), Kommunikationsplattform (z.B. Geschäftspartnervermittlung), Pedelec-bezogene Dienstleistungen, Reichweiten- und/oder Routenermittlung, Tourismus, Werkstattdienstleistungen (Wartung, Reparatur & Pannenhilfe) und Zertifizierung

IT-Standards: keine Angabe

Steckbrief

www.hfe.uni-wuppertal.de/

keine Angabe

Themenfelder:
Bedienkonzept Energiemanagement Informations- und Kommunikationstechnologie Mobilitätskonzepte Nutzerakzeptanz Nutzungsverhalten Pedelecs Tourismus Verkehrssysteme

Förder- bzw. Auftraggeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger:
Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Förderschwerpunkt:
Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität

Förderkennzeichen:
01FE14016

Feedback